Die Geschichte der Klosterschule

Die Geschichte bis 1999:

Am 7. Juli 1670 wird das Kloster durch Markgräfin Maria Franziska und Markgraf Leopold Wilhelm

            "Pour la plus grande gloire de Dieu et pour la meilleure instruction de la jeunesse"

"zur größeren Ehre Gottes und zur besseren Unterrichtung der Jugend"

gegründet. Fünf Schwestern aus Lüttich beginnen ihre Arbeit im Pensionat und lehren u.a. auch externe Schülerinnen.

 

  • 1689 Das neue Kloster wird wie die ganze Stadt Baden-Baden von französischen Truppen niedergebrannt, die Schwestern fliehen nach Forbach, später nach Rottenburg und unterrichten dort weiter.
  • 1700 kehren alle Schwestern in das wiedererrichtete Kloster zurück und nehmen die Lehrtätigkeit im Pensionat wieder auf. Auf dem Lehrplan stehen u.a. Religion, Lesen, Schreiben, Nähen, Klöppeln und Französisch.
  • 1760 In der Pensionatsschule werden nun auch Deutsch und Musik unterrichtet.
  • 1765 Der Klostergarten und der Klosterfriedhof werden auf dem Berg angelegt, an den das Kloster gebaut ist.
  • 1770 Beim 100 jährigen Bestehen leben zwanzig Schwestern im Kloster.
  • 1794 182 Kinder werden von vier Schwestern in der 1.- 4.Klasse trotz Raummangels erfolgreich unterrichtet.
  • 1806 Etwa 400 Mädchen besuchen die Klosterschule, die samt Kloster von der Aufhebung (durch Napoleon) bedroht ist. Typischer Tagesablauf in dieser Zeit: 6 Uhr Wecken, Morgengebet, Besuch der heiligen Messe, Frühstück(Suppe), Unterricht: Religion und Französisch, 11 Uhr Mittagessen, 12 Uhr Rekreation, 13 Uhr Unterricht in deutschen Fächern, 15 Uhr Abendbrot, Handarbeiten und Höflichkeitsunterricht bis 18 Uhr, Nachtessen, 19 Uhr Rekreation, 20 Uhr Abendgebet, 20.30 Uhr Nachtruhe.
  • 1811 Durch eine staatliche Anordnung, das sogenannte "Regulativ", wird das Kloster zu einem Lehr- und Erziehungsinstitut.
  • 1858 In Bruchsal wird eine Niederlassung mit Kloster und Schule gegründet. Außerdem wird der Pensionatbau in Baden-Baden aufgestockt.
  • 1878 Als Folge des Kulturkampfes wird die Bruchsaler Filiale aufgehoben, die 17 Schwestern kehren ins Mutterkloster zurück, das sich durch seine Bereitschaft, an der neuen "Mischschule" mitzuwirken, am Leben erhält.
  • 1895 Das Kloster bekommt ein völlig neues Aussehen, indem ein viertes Stockwerk aufgesetzt und die Fassade im neobarocken Stil restauriert wird. Die Klosterschule wird zu einer zehnklassigen Höheren Töchterschule ausgebaut, dafür geht die Volksschule verloren. Man stellt sie staatlichen Schulen gleich.
  • 1900 Wegen Raumnot wird ein Neubau, das Bernhardushaus, errichtet.
  • 1921 Das "Regulativ" wird abgeschafft.
  • 1927 Höhere Handelsschule kommt zu den bestehenden Schultypen hinzu, wird allerdings 1939 wieder geschlossen.
  • 1935 Der Innenraum der Klosterkirche wird renoviert.
  • 1939 Der neue neobarocke Hochaltar wird aufgestellt.
  • 1937 Kindern von Beamten und Parteigenossen wird der Besuch der Klosterschule durch das nationalsozialistische Regime verboten.
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  • 1940 Die Schule wird durch NS-Reichsgesetze geschlossen.
  • 1943 Das Bernhardushaus dient bis 1949 als Lazarett.
  • 1944 Wegen schwerer Gebäudeschäden durch Artilleriebeschuss müssen die Schwestern in ihr Landgut "Marienhof" in Geroldsau ziehen.
  • 1945 Die Schule wird mit 150 Schülerinnen der Klassen Sexta bis Untersekunda wiedereröffnet.
  • 1952 Die Klosterschule wird als Progymnasium staatlich anerkannt.
  • 1968-84 Ottmar Vetter ist erster weltlicher Schulleiter.
  • 1970 Die Klosterschule wird als Vollgymnasium mit mathematisch-naturwissenschaflicher Ausrichtung staatlich anerkannt, außerdem Einweihung des Neubaus mit Aula/Sporthalle.
  • 1976 Der Neubau wird um eine dritte und vierte Etage aufgestockt.
  • 1978 Sr. Maria Cäcilia Jenne wird zur 16.Priorin des Klosters vom Hl.Grab gewählt.
  • 1979 Die Klosterkirche wird im alten Barockstil renoviert.
  • 1982 Jungen sind erstmals zugelassen.
  • 1984 Der Marienhof in Geroldsau wird als Schullandheim eingeweiht.
  • 1985 -2001 Heinrich Ries ist  Schulleiter.
  • 1990 Das Internat wird vollständig erneurt. Die Klosterschule wird als "Fördereinrichtung" für Aussiedler/-innen anerkannt.
  • 1991 Die Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg übernimmt die Trägerschaft der Schule.
  • 1992 Die Kunstsäle werden in das ehemalige Klosterpfarrhaus verlegt.
  • 1999 Das Internat wird zum Schuljahresende geschlossen.
  • 2001 Margarete Ziegler wird Schulleiterin.
  • Am 4. November 2001 wird das Kloster vom Hl. Grab offiziell mit einem Dankgottesdienst und  Festakt geschlossen, Frau Priorin Maria Cäcilia Jenne und Schwester Maria Michaela Anderer ziehen ins Pflegeheim Maria Frieden in Ebersteinburg.
  • 2002  Das Kloster wird geräumt, das Inventar versteigert.
  • 2003 Die Räume des Klosters werden der Schulstiftung, d. h. der Schule zur Nutzung überlassen.
  • 2003 Neue Fachräume für Chemie und Physik werden im 400-er Stock Neubau gebaut.
  • 2004  Neue Fachräume für Biologie entstehen im 300-er Stock Neubau.
    Der Fachbereich Bildende Kunst wird in die Schule zurückverlagert, das alte Pfarrhaus verkauft.
  • Am 11. Dezember 2004 werden das Bistro und die Räume der Ganztagesbetreuung eingeweiht.
  • 2005 Der Computerraum wird fertiggestellt.
  • 2006 Am 25. Dezember 2006 verstirbt nach kurzer, schwerer Krankheit Frau Priorin Maria Cäcilia Jenne.
  • 2007 Am 17.März 2007 wird der Konvent der Frauen vom Hl. Grab per Dekret aufgelöst.
  • 2008 Am 18. Dezember 2008 verstirbt Schwester Maria Michaela Anderer.
    Die Schulleitung wird in die ehemalige Verwaltung des Klosters über der Pforte verlagert, das Lehrerzimmer in ehemalige Klosterzellen.
  • 2009 Die ehemaligen Verwaltungsräume werden in drei Klassenzimmer umgebaut.
    Das Klassenzimmer im Freien wird eingeweiht.
  • 2010 Die Fachschaft Bildende Kunst bezieht die renovierten Räume im 500-er Stock des Bernhardus-Baus, die Aulafassade wird saniert.

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Elternbeirat
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Schüler

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Lehrer

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Klosterschule vom Hl. Grab
Römerplatz 9
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Telefon: 07221 / 97 3 98 0
Fax: 07221 / 97 3 98 40
Email: info [ a t ] hl-grab.de
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